Karos "Flucht" in die Hauptstadt ;)

Karolin NeubertHallo ihr Lieben! (;
Ja. Und plötzlich ging alles ganz schnell… Ein letztes lustiges OA-Anspiel geschrieben, in Pobershau die letzte JG gehalten, zum Konfitag in der Strobelmühle moderiert und zum JuGo in Erdmannsdorf liebevoll verabschiedet. Auf einmal war ich von allen Pflichten „befreit“ und die Schlüsselchen fürs Büro waren auch einfach weg?!... So schnell kann`s gehen und es ist vorbei – und ein neuer Abschnitt beginnt.
Ich möchte an dieser Stelle die Chance nutzen, mich noch mal wirklich von Herzen ganz sehr dolle bei euch allen zu bedanken! Egal, ob du mich aufm Gelände des Missiocamps rumflitzen gesehen hast, oder wir über Gott und die Welt gefachsimpelt haben, oder ich in deiner JG zu Besuch war und auch dann, falls du grade keinen Plan hast, wer ich überhaupt bin. (;
Ich durfte in meinem FSJ beim Förderverein echt viel lernen und ausprobieren in den letzten 6 Monaten und ich bereue keine Minute davon… Tolles Team, viele fleißige Hände und Köpfe überall, ganz viel Kreativität und Liebe lag (und sicherlich liegt auch noch immer) in der Luft. Ich habe es genossen! Vielen Dank!!!

Ich dachte so bei mir (um eure Entzugserscheinungen zu lindern), ich gebe euch mal ein kleines Statement, was ich denn nun so treibe seit Oktober… (= Es ist nämlich tatsächlich NICHT so, dass jeder FSJ`ler der evjumab oder des Fördervereins letztendlich nach Moritzburg geht! (; Ich bin seit paar Tagen in Berlin in einer Pension und arbeite in einer WG. Ja, ich geb`s zu… - Das ist jetzt noch nicht so der Megahammer, aber es ist ja keine normale WG… In diesen Räumen wohnen Menschen, die durch Krankheit intensivpflichtig geworden sind, also für den Rest ihres Lebens permanent oder zeitweise an Geräte angeschlossen bleiben müssen, beispielsweise an eine Beatmungsmaschine. Ohne Rund-um-die-Uhr-Betreuung funktioniert das natürlich schlecht. Deshalb arbeiten Wir abwechselnd im 12-Stunden-Rhythmus. „Wir“, d.h. meine Teamkollegen von der GIP (Gesellschaft für Intensivpflege). Unter anderem dabei: Ein Araber, ein Griechin, eine aus Portugal… (multikulti, wie sich das für Berlin gehört!!! (= ) Und dann kommt ab und zu noch die Logopädie, die Ergo, die Reinigung, die Rehamenschen und andere diverse Leute und ehemalige WG-Kollegen zu Besuch. Also immer volles Haus! Ich erfreue mich außerdem wachsender Beliebtheit von Patienten und Pflegenden, da ich Kochlöffel und Herdplatte wieder neu für mich entdeckt habe und allerlei Zeugs ausprobiere… :D

Tja Leute. Soviel dazu. Ihr merkt es – mir geht`s total gut. Ich mag meine Arbeit und fühle mich nach gerade mal 4 Tagen schon pudelwohl. (=
Ich denke, man sieht sich sicher bald mal wieder, wenn ich zwischen meinen Einsätzen zurück in die Heimat fahre.
Na dann bis irgendwann! Liebste Grüße aus der Hauptstadt!

Eure Karo (=